Breege liegt dort, wo die Halbinsel Wittow an die Schaabe stößt, und ist einer der ältesten Häfen der Insel. Für Segler ist er heute vor allem eines: eine Charterbasis – und das bestimmt, wie voll es ist.
Wann man kommen sollte
Am Wochenende ist der Hafen voll, weil die Charterflotte wechselt. Werktags sieht es deutlich besser aus. Das ist die eine Information, die über den Tag entscheidet, und sie steht in keinem Datenblatt.
Bei der Platzzahl widersprechen sich die Quellen deutlich: Eine Reviersbeschreibung zählt 30 Liegeplätze, von denen nur wenige für Gäste frei sind; eine touristische Quelle nennt dagegen 50 Gastliegeplätze. Das ist keine Rundungsdifferenz, sondern ein echter Widerspruch, den wir nicht auflösen konnten. Wer sich auf einen Platz verlassen will, ruft an: 038391 579.
Ansteuerung
Nur bei Tag. Der Grund steht in den Reviersbeschreibungen unmissverständlich: Ab dem Tonnenpaar 5/10 liegen steuerbords große Steine dicht am Fahrwasser. Das ist nichts, was man im Dunkeln sucht. Außerhalb der Steganlage wird es schnell flach, weshalb die östlichen Liegeplätze als anspruchsvoller gelten.
Zwei Kleinigkeiten, die den Abend prägen
- Die Sanitärpumpen werden nachts abgestellt. Wer spät ankommt oder früh los will, plant das ein.
- Außerhalb der Hauptsaison ist nach 21 Uhr gastronomisch wenig los. Wer abends essen will, kommt rechtzeitig oder kocht an Bord.
Bei starkem Südwind wird es an den Außenliegeplätzen unruhig – dann lohnt es, nach einem Platz weiter innen zu fragen.
Was den Ort ausmacht
Breege hat Kapitänshäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert – der Ort hat vom Seehandel gelebt, und man sieht es. Er war neben Wiek und Lauterbach einer von drei Haupthäfen der Insel, zeitweise mit 46 registrierten Schiffen und 250 Mann Besatzung sogar das reichste Dorf Rügens. Im Sommer starten von hier Ausflugsschiffe nach Hiddensee und zu den Störtebeker-Festspielen in Ralswiek. Der ADAC vergibt drei Steuerräder, und zwar in beiden Kategorien.
Im Hafen liegt außerdem eine Station der Seenotretter – die jüngste in Mecklenburg-Vorpommern, getragen von fünfzehn Freiwilligen, mit dem Seenotrettungsboot MANFRED HESSDÖRFER. Für diese abgelegene Ecke des Reviers ist das mehr wert, als es klingt.
Landschaftspark Juliusruh
Im mit Breege seit Langem verbundenen Juliusruh liegt der gleichnamige Landschaftspark: 1795 vom Gutsbesitzer Julius von der Lancken im spätbarocken Stil angelegt, mit Linden, die eigens aus dem schwedischen Schonen kamen. Nach dem Verkauf 1803 verfiel die Anlage zunächst, bevor die Stadt Stralsund den Park 1835 übernahm und ihn seither als Kurpark pflegt.
Vor der Tür liegt der Breeger Bodden, einer der wenigen Plätze im Revier, an denen man legal vor Anker übernachten darf. Weiter östlich öffnet sich der Große Jasmunder Bodden, nach Westen liegt Wiek.
Häufige Fragen
Wie viele Gastliegeplätze hat Breege?
Das ist unklar. Eine Reviersbeschreibung nennt 30 Liegeplätze insgesamt, von denen nur wenige für Gäste frei sind; eine touristische Quelle spricht von 50 Gastliegeplätzen. Wer sicher gehen will, ruft vorher an: 038391 579.
Wann ist in Breege am meisten los?
Am Wochenende, weil der Hafen als Charterbasis dient und dann die Flotte wechselt. Werktags ist es deutlich entspannter.
Worauf muss ich bei der Ansteuerung achten?
Nur bei Tag anlaufen: Ab dem Tonnenpaar 5/10 liegen steuerbords große Steine dicht am Fahrwasser. Außerhalb der Steganlage wird es schnell flach, die östlichen Liegeplätze sind deshalb anspruchsvoller.
Gibt es in Breege Seenotretter?
Ja, die jüngste Station in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Seenotrettungsboot MANFRED HESSDÖRFER, getragen von fünfzehn freiwilligen Seenotrettern.

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