Der Wieker Bodden gehört zu den wenigen Ankerplätzen in Nordrügen, für die es zwei unabhängige Positionsangaben gibt, die fast identisch sind – das ist ein gutes Zeichen für die Verlässlichkeit. Geankert wird auf rund drei Metern in einem lehmig-schlickigen Grund, den ein Segler treffend als „modderige Matschepampe“ beschrieben hat. Der Anker vergräbt sich darin zuverlässig.
Schutz und Störungen
Geschützt liegt man bei West und Südwest, und Baumgruppen am Ufer verstärken die Deckung zusätzlich. Was die Ruhe stört, sind die Wellen der Wittower Fähre, die in der Nähe quert – kein Drama, aber man merkt sie.
Zwei Gefahren, die man kennen muss
Erstens das Seekabel. Neben dem Fahrwasser verläuft in Nordwest-Südost-Richtung ein gelb markiertes Unterwasserkabel. Die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung verbietet das Ankern im Umkreis von 300 Metern um Kabel und Leitungen – und zwar so streng, dass dort selbst das kurze Antippen des Ankers zum Manövrieren untersagt ist. Wer hier ankert, schaut vorher genau auf die Karte.
Zweitens die Reste alter Steganlagen, die verrottet in die Bucht ragen. Sie stehen nicht überall in den Karten.
Ansteuerung und Landgang
Der Weg führt über das Libbenfahrwasser an den Tonnen 1 und 2 vorbei, ab dem Paar 5/6 in den Rassower Strom und ab 13/14 in die Wieker Fahrrinne. Als Landmarke dient die Kreidebrücke.
Die lohnt auch den Landgang: 1914 gebaut, war sie einer der frühen Stahlbetonbauten der Ostseeregion und diente dem Kreidetransport. 2014 wurde sie zur Promenade umgebaut. Dazu die St.-Georg-Kirche aus der Zeit um 1400.
Rechtslage
Der Wieker Bodden liegt außerhalb des Nationalparks – dessen Ostgrenze quert den Bug auf Höhe Eckort und endet an Tonne 52 im Rassower Strom. Das macht Nordost-Rügen zum rechtlich freiesten Teil des Reviers.
Aber Vorsicht: Die Zone-I-Fläche „Bug und Rassower Strom“, in der das Befahren für alle Fahrzeuge verboten ist, liegt nur wenige hundert Meter entfernt. Vor dem Ankern die Grenze auf der amtlichen Seekarte prüfen – nur die zählt rechtlich.
Am Bodden liegt der Hafen Wiek mit Supermarkt und Bäcker im Ort. Nach Osten führt der Rassower Strom in den Breeger Bodden und den Großen Jasmunder Bodden; nach Norden, außen um Wittow herum, liegt der Ankerplatz vor Vitt bei Kap Arkona.
Häufige Fragen
Darf man im Wieker Bodden ankern?
Ja, er liegt außerhalb des Nationalparks – dessen Ostgrenze endet an Tonne 52 im Rassower Strom. Achtung aber: Die Zone-I-Fläche „Bug und Rassower Strom“ mit Befahrensverbot für alle Fahrzeuge beginnt nur wenige hundert Meter entfernt.
Wie ist der Ankergrund im Wieker Bodden?
Lehmig-schlickig auf rund drei Metern – der Anker vergräbt sich darin zuverlässig. Geschützt liegt man bei West und Südwest, verstärkt durch Baumgruppen am Ufer.
Worauf muss ich im Wieker Bodden besonders achten?
Auf das gelb markierte Seekabel, das neben dem Fahrwasser in Nordwest-Südost-Richtung verläuft. Die Seeschifffahrtsstraßen-Ordnung verbietet Ankern im Umkreis von 300 Metern um Kabel – dort ist sogar das Antippen des Ankers zum Manövrieren untersagt. Dazu ragen verrottete Steganlagen in die Bucht.
Was gibt es in Wiek zu sehen?
Die Kreidebrücke von 1914, einer der frühen Stahlbetonbauten der Ostseeregion, 2014 zur Promenade umgebaut – sie dient auch als Landmarke bei der Ansteuerung. Dazu die St.-Georg-Kirche aus der Zeit um 1400.

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