Telsche

Logbuch eines Motorseglers

Die Kreideküste im Nationalpark Jasmund: weiße Steilwände unter Buchenwald, davor flaches türkises Wasser

Mein Rügen – der Buch-Törn

Foto: NilsMargott, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

8 Orte aus dem Buch rund 130 sm im Uhrzeigersinn
Sebastian Küpers
Sebastian Küpers 17.08.2026 · 2 Min. Lesezeit

Es gibt Bücher über Rügen, die man liest, und solche, die man abfährt. „Mein Rügen“ gehört zur zweiten Sorte – und weil fast alle Orte darin am Wasser liegen, lässt sich das Buch als Törn lesen.

Acht Orte, eine Runde

Stralsund, Altefähr, Dranske, die Schaabe, Sassnitz, Prora, Binz und Mönchgut – das ergibt, auf die Karte gelegt, fast von selbst eine Rügen-Umrundung im Uhrzeigersinn. Zwei Besonderheiten sind dabei zu lösen.

  • Die Schaabe ist kein Hafen, sondern eine acht Kilometer lange Nehrung zwischen Jasmund und Wittow. Man erreicht sie über Glowe – dort beginnt sie praktisch neben dem Steg.
  • Prora und Binz teilen sich einen Ankerplatz. Beide liegen an der Prorer Wiek, Prora am Nordufer, Binz am Südende. Ein Liegeplatz, zwei Buchkapitel – aber nur bei ablandigem Wind, sonst ist die Wiek offen.

Der Ort, der Wetterglück braucht

Dranske an der Nordwestspitze bietet Schutz nur bei Wind aus Nordwest bis Nord – ein schmales Fenster. Wer es nicht bekommt, nimmt Wiek auf Wittow und fährt die Landzunge mit dem Rad ab. Der Bug mit seinem leerstehenden Marinehafen ist von dort ebenso zu erreichen.

Warum die Reihenfolge stimmt

Im Uhrzeigersinn ab Stralsund, also erst nach Norden: Dann läuft man die Nordküste von West nach Ost ab, und bei Westwind liegt sie raum – sie ist der unangenehmste Abschnitt der Runde. Wer bei Westlage andersherum fährt, kreuzt genau dort. Steht dagegen eine stabile Ostlage an, dreht sich das Argument um, und die Runde gegen den Uhrzeigersinn ist die bessere. Beides steht so auch im Wetterabschnitt des Rund-Rügen-Guides. Die Ziegelgrabenbrücke steht in beiden Fällen am ersten Tag im Plan.

Das hier ist kein Törnplan

Diese Seite ist eine Idee, kein Fahrplan. Die Stationen sind nach einem Kriterium ausgewählt und in eine Reihenfolge gebracht, die sich anbietet – wie viele davon in deinen Törn passen, hängt von deiner Zeit, deinem Tiefgang und vor allem vom Wind ab. Die Angaben zu Dauer und Distanz im Steckbrief sind Größenordnungen zum Abschätzen, keine Vorgabe.

  • Acht Kapitel, kein Zwang: Die Stationen folgen dem Buch, nicht dem Wetter. Wer ein Kapitel auslässt, weil der Wind gerade woanders hin passt, verpasst nichts – das Buch läuft nicht weg.
  • Erweitern: Das Buch nennt mehr Orte, als vom Wasser aus erreichbar sind. Wer Zeit hat, verbindet die Stationen mit Rad und Rasendem Roland – Lauterbach und Baabe liegen beide an der Strecke.
  • Wie man daraus einen eigenen Törn baut – Zeit, Tiefgang, Startpunkt, Brücken – steht im Törn-Guide. Dort steht auch, wie sich die vier Ideen mischen lassen.

Die Stationen

Kein Tagesplan, sondern ein Baukasten: Orte, die zu dieser Idee passen, in einer Reihenfolge, die sich anbietet. Wie viele davon in deinen Törn passen, hängt von deiner Zeit, deinem Tiefgang und dem Wind ab – zusammenstellen musst du ihn selbst.

  1. Citymarina Stralsund Hafen Die Welterbe-Altstadt, mit der das Buch beginnt. Ozeaneum und Altmarkt in Gehweite der Citymarina.
  2. Altefähr Hafen Gegenüber am Rügener Ufer, mit dem Blick zurück auf die Silhouette – der Abendblick, der in Berichten am häufigsten genannt wird.
  3. Dranske Hafen Die Nordwestspitze mit dem Bug: ehemaliges Militärgelände, leerstehender Marinehafen, einsamer Nordstrand.
  4. Hafen Glowe Hafen Der Hafen an der Schaabe. Von hier beginnt die acht Kilometer lange Nehrung mit Kiefernwald dahinter.
  5. Stadthafen Sassnitz Hafen Ausgangspunkt für den Nationalpark Jasmund und die Kreideküste.
  6. Prorer Wiek vor Binz Ankerplatz Ein Ankerplatz für zwei Orte des Buchs: Prora liegt am Nordufer der Wiek, Binz am Südende. Nur bei ablandigem Wind.
  7. Hafen Thiessow Hafen Mönchgut vom Wasser aus, am Südzipfel der Insel.
  8. Zicker See Ankerplatz Der geschützteste Platz auf Mönchgut – und der ruhigste Abschluss, den die Runde hergibt.
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