Telsche

Logbuch eines Motorseglers

Der Hafen Barhöft mit Schwimmstegen, Sportbooten und einem Rettungsschiff

Barhöft

Foto: ChWelt, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tiefe 3,0 m Fingerstege und Heckbojen Diesel vorhanden
Sebastian Küpers
Sebastian Küpers 16.08.2026 · 3 Min. Lesezeit

Barhöft liegt auf dem Festland direkt an der Grenze des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft – und hat dadurch eine besondere Rolle: Es ist der erste regulär anlaufbare Hafen, wenn man von Westen aus Richtung Rostock kommt. Entsprechend voll wird es im Sommer.

Wie man dort liegt

Der Hafen hat zwei unterschiedliche Bereiche. Im Norden liegen zwei Fingerstege mit breiten Boxen. In der Mitte ein Schwimmsteg mit Heckbojen.

Ein Detail, das die Platzwahl bestimmt: Die Moorings im Nordteil sind für Yachten über zehn Meter nicht geeignet, weil der Abstand zu kurz ist. Für Boote zwischen zehn und dreizehn Metern taugt der Südteil. Mit gut neun Metern hat man beide Optionen.

Wenn der Hafen voll ist, hilft die Reede davor übrigens nicht weiter: Dort darf man tagsüber ankern, aber nicht übernachten.

Ansteuerung

Der Kurs führt mit 229 Grad zwischen den Tonnen Bt2 und B2/Bt1 hindurch, orientiert am Richtfeuer. Die weißen Dreieckstafeln sind laut Reviersbeschreibung „auf den zweiten Blick gut zu erkennen“ – man muss also wissen, wonach man sucht.

Achtung bei den Untiefen: Bei der Tonne 29/Reede 2 gibt es Sandeintreibungen aus Nordost, und die Reede wird jenseits ihrer Begrenzung schnell flach. In der Zufahrt ist generell mit Versandungen zu rechnen – vor der Fahrt die aktuellen Bekanntmachungen für Seefahrer prüfen.

Was es gibt und was nicht

Strom liegt an allen Stegen, Wasser gibt es an Zapfstellen – eigene Schläuche sind allerdings nicht erlaubt. Diesel und Benzin lassen sich bunkern, WLAN ist vorhanden. Im Ort ein kleiner Einkaufsladen und ein Restaurant, das in Reviersbeschreibungen ausdrücklich empfohlen wird.

Die Sanitäranlage ist der Schwachpunkt: „sehr gepflegt, aber winzig“ – mit einem einzigen Männerklo für den ganzen Hafen. Bei voller Belegung im Hochsommer sollte man das einkalkulieren. Eine Erweiterung um siebzig Liegeplätze ist geplant.

Der Aussichtsturm

Ein kurzer Spaziergang führt zum Aussichtsturm im „Haus am Kliff“, das im Erdgeschoss eine Nationalparkausstellung beherbergt. Über 102 Stufen geht es hinauf zur Plattform, 38 Meter über dem Meeresspiegel – von dort reicht der Blick über die Vorpommersche Boddenlandschaft bis zur Insel Bock, nach Hiddensee und Rügen.

Gleich nördlich beginnt der Gellenstrom mit der Bock-Reede, wo Schutzzone I und das Übernachtungsverbot des Nationalparks zusammenkommen. Wer weiter will, nimmt Schaprode oder Kloster auf Hiddensee.

Häufige Fragen

Kann man vor Barhöft ankern?

Tagsüber ja, über Nacht nicht. Nordnordöstlich des Hafens liegt die Bock-Reede; sie liegt im Nationalpark, und dort ist das Ankern mit der Absicht zu nächtigen untersagt. Die Einzelheiten stehen auf unserer Seite zur Bock-Reede.

Warum ist Barhöft im Sommer so voll?

Weil es der erste regulär anlaufbare Hafen ist, wenn man von Westen aus Richtung Rostock kommt. Alle, die diese Strecke fahren, laufen hier ein. Die Bock-Reede davor ist kein Ersatz, dort darf man nicht übernachten.

Wie liegt man in Barhöft?

Im Nordteil an zwei Fingerstegen mit breiten Boxen, in der Mitte an einem Schwimmsteg mit Heckbojen. Die Moorings im Norden sind für Yachten über zehn Meter zu eng; der Südteil passt für zehn bis dreizehn Meter.

Worauf muss ich bei der Ansteuerung achten?

Kurs 229 Grad zwischen den Tonnen Bt2 und B2/Bt1, orientiert am Richtfeuer. Bei der Tonne 29/Reede 2 gibt es Sandeintreibungen aus Nordost, die Reede wird jenseits ihrer Begrenzung schnell flach, und in der Zufahrt ist generell mit Versandung zu rechnen.

Wie sind die Sanitäranlagen in Barhöft?

Sehr gepflegt, aber winzig – für den ganzen Hafen gibt es ein einziges Männerklo. Bei voller Belegung im Hochsommer sollte man das einplanen.

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