Südlich von Lauterbach, in der Nordwestecke des Greifswalder Boddens, liegt eine Ecke, die auf keiner Karte einen Namen trägt. Wir nennen sie nach dem, was dort heraussticht: der Kamper Brücke, dem schmalen Steg, über den die Straße nach Neukamp den Wreechener See vom Bodden trennt. Davor liegt gutes Wasser – und dahinter ein Stück Land, an dem man mit dem Beiboot wirklich etwas anfangen kann.
Der Platz
54°19,695′ N · 013°28,158′ E, sechseinhalb Meter. Bis zum Ufer sind es keine dreihundert Meter, und genau das macht den Platz aus: Von Nordwest über West bis Südwest steht Land in 281 bis 392 Metern Entfernung. Bei Wind aus diesen Richtungen bleibt das Wasser darunter glatt.
Offen ist der Sektor Südost über Süd. Nach Ost und Ostsüdost liegt die nächste Küste dreieinhalb Kilometer weit weg – nicht viel Anlauf, aber genug für unruhiges Wasser. Nach Norden und Nordosten steht die Küste sogar noch näher als im Westen, unter dreihundertfünfzig Metern; erlebt haben wir den Platz bei diesen Richtungen aber nicht.
Die Steine
Der Preis liegt dicht drumherum. Innerhalb von dreihundert Metern sind sechs Steine einzeln in der Karte verzeichnet: 143 Meter nach Westen, 155 nach Süden, 233 nach Nordnordwest und ebenso weit nach Südost, 255 nach Nordnordost, 304 nach Nordost. Zwischen dreihundert und achthundert Metern kommen noch einmal acht dazu.
Das heißt nicht, dass es hier nicht geht – der Punkt selbst ist frei, und sechseinhalb Meter sind reichlich. Es heißt nur, dass man sich die Stelle in der Karte sucht und nicht nach Gefühl, und dass man beim Heranfahren aufs Echolot schaut. Zum Ankergrund selbst haben wir keine Angabe.
Mit dem Dinghi an Land
Das ist der eigentliche Grund, hierherzufahren. An der Brücke liegt ein Steg, an dem ein paar Angelboote festgemacht sind, daneben ein kleiner Strand, ein Mini-Spielplatz und oben am Weg ein alter Netzschuppen mit einem hölzernen Fischerboot davor. Vom Ankerplatz sind es gut vierhundert Meter.
Erlaubt ist das ausdrücklich: § 27 Absatz 1 NatSchAG M-V gestattet das Anlanden motorloser Sportboote und solcher mit einer Antriebsmaschine unter 3,69 Kilowatt – knapp fünf PS.
Zu Fuß weiter: Das Restaurant Nautilus liegt vierhundert Meter westlich, Neukamp gut vierhundertfünfzig nach Südwest, Wreechen neunhundert nach Nordnordwest. Über Wasser sind es 1,4 Seemeilen nach Nordost bis Lauterbach und 2,3 Seemeilen nach Osten bis zur Insel Vilm.
Häufige Fragen
Wo genau ankert man an der Kamper Brücke?
Bei 54°19,695′ N · 013°28,158′ E, rund sechseinhalb Meter tief, keine dreihundert Meter vor dem Ufer. Die Ecke liegt südlich von Lauterbach in der Nordwestecke des Greifswalder Boddens und hat keinen eigenen Kartennamen.
Bei welchem Wind liegt man dort gut?
Von Nordwest über West bis Südwest – dort steht Land in 281 bis 392 Metern. Offen ist der Sektor Südost über Süd; nach Ost und Ostsüdost hat der Wind dreieinhalb Kilometer Anlauf.
Muss man auf Steine achten?
Ja. Innerhalb von dreihundert Metern sind sechs Steine einzeln in der Karte verzeichnet, der nächste 143 Meter im Westen. Zwischen drei- und achthundert Metern kommen acht weitere dazu. Der Ankerplatz selbst ist frei – man sucht ihn aber nach Karte und nicht nach Gefühl.
Kann man mit dem Beiboot an Land?
Ja, und es lohnt sich. An der Brücke gibt es einen Steg, einen kleinen Strand, einen Spielplatz und einen alten Netzschuppen. § 27 Absatz 1 NatSchAG M-V gestattet das Anlanden motorloser Beiboote und solcher unter 3,69 Kilowatt. Hinter der Brücke beginnt allerdings das Naturschutzgebiet Wreechener See.

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