Der Tag begann heute bereits um 5 Uhr morgens. Wir wollten früh los, da uns klar geworden ist, dass wir es vermutlich heute in einem Rutsch bis nach Stettin schaffen können.
So legten wir in der gleichen Dunkelheit wieder ab, in der wir gekommen waren und tuckerten direkt dem Sonnenaufgang entgegen, der uns einen wunderschönen Morgen bereitete.


Der Abwasch wurde getätigt, das Boot aufgeräumt und dann standen wir schon vor dem Schiffshebewerk Niederfinow. Entgegen der gestrigen Meldungen ging dort das Werk Nord wieder und so wurden wir bestimmt, aber freundlich per Funk gebeten erstmal am Sportbootanleger zu warten – bis eine Durchsage kommt.
War ein besonderes Erlebnis. Ich war schön häufiger mal mit den Kindern dort unten gewesen im Sommer und habe fasziniert zugeschaut wie das Schiffshebewerk seine Arbeit vollführt. Aber jetzt selbst mitzufahren war wirklich toll und faszinierend.
Wir teilten uns den Trog mit einem Binnenschiffer, der uns dann auch auf dem Weg bis Hohensaaten begleitete und der uns schlussendlich auf der Oder in der Strömung davongefahren ist.



Der Wasserstand zu dieser Zeit ist sehr hoch auf der Oder. Wir konnten links und rechts sehen, wie die Oder hier und da über ihre sonst wohl natürlichen Ufer getreten ist. Wir bekamen extra 5Km/h Schub durch die Strömung und gleiteten so zügig Stettin entgegen.
Ich war etwas verunsichert ob einem da jetzt noch Probleme erwarten wenn man komplett die Ostoder nimmt. Ging aber heute wirklich ohne Hindernisse und so konnten wir vollends die Landschaft geniessen, die Vögel bestaunen (einer ist mit uns ein paar Minuten auf den gelegenen Masten mitgefahren) und mit dem Fernglas durch die Weite schweifen.
Unser Ziel war eine kleine Marina am Dammscher See, die einen Kran zum Mast stellen hat. An diesem liegt wir jetzt gerade längs und werden von dem noch recht steifen Ostwind gut durchgeschaukelt auf Telsche.
Ich hoffe es kommt morgen jemand zum Kranen vorbei. Den Besan Mast haben wir heute Abend noch mit eigener Kraft gestellt. Der große Mast geht aber nur mit Kran. Wir hatten den Termin eigentlich erst für Dienstag morgen vereinbart. Ich hoffe wir haben dennoch Glück und können dann weiter Richtung Swinemünde.
Weiter mit Tag 3: Masten stellen in Stettin oder Du schaust in Telsches Logbuch, wo Du eine Übersicht über alle Abenteuer findest.
Ein Gedanke zu “Einmal über die Oder fahren”