Es gibt Häfen, in denen man liegt, und es gibt Häfen, in denen man zu Gast ist. Der Greifswalder Museumshafen ist das zweite. Über fünfzig historische Schiffe – Tjalken, Ewer, Kutter, Schoner – säumen den Ryck zu beiden Seiten, und es ist der größte Museumshafen Deutschlands. Man macht mittendrin fest.
Der Weg dorthin ist die halbe Sache
Der Museumshafen liegt nicht am Bodden, sondern in der Stadt. Von Wieck geht es den Ryck hinauf, nach etwa achthundert Metern kommt die Wiecker Klappbrücke – und die öffnet nur zu festen Zeiten. Wer sie verpasst, kommt nicht weiter. Danach sind es noch rund fünf Kilometer bis in die Stadt, mit höchstens vier Knoten.
Das ist der Grund, warum viele Segler Greifswald nur von Wieck aus kennen: Der Stadthafen kostet einen halben Tag und eine Brückenöffnung. Er ist ihn wert. Die genauen Zeiten der Klappbrücke stehen im Brückenabschnitt unseres Rund-Rügen-Guides.
Wo man liegt
Gastliegeplätze gibt es an beiden Ufern, sie sind – wie in Wieck – mit grünen Schildern gekennzeichnet. Vor der Fußgänger-Drehbrücke stehen 2,2 bis 3,4 Meter Wasser. Am Nordufer sind es 2,7 bis 4 Meter, wobei der Kai direkt vor dem Hafenamt frei bleiben muss. Das Südufer hat Boxen mit 1,7 bis 2,8 Metern und nur wenige Gastplätze. Wer ein größeres Schiff fährt, meldet sich vorher an und bekommt einen Platz zugewiesen.
Strom und Wasser sind im Liegegeld enthalten – das ist im Revier die Ausnahme. Kassiert wird abends von Vereinsmitgliedern, zwischen 18 und 20 Uhr, im Sommer bis 21 Uhr; alternativ zahlt man beim Hafenamt oder beim Brückenpersonal. Einen veröffentlichten Tagessatz gibt es nicht.
Die Sanitäranlagen liegen am Nordufer in der Pension „Schipp In“ neben dem Hafenamt, geöffnet von 7 bis 21 Uhr; den Zugangscode bekommt man dort oder beim Hafenamt. Am Südufer gibt es hinter dem Kran ein Clubhaus mit kostenfreiem WC und Dusche.
Warum man bleibt
Weil hier zweimal im Jahr etwas passiert, das man sonst nicht sieht. Beim Antreideln im April wird die „Weiße Düne“ von Hand fünf Kilometer bis nach Wieck getreidelt – so, wie Schiffe den Ryck vor der Motorisierung hinaufkamen. Am dritten Juli-Wochenende ist Gaffelrigg, das Treffen der Traditionssegler. Dazwischen gibt es Kino auf Segeln, Führungen am ersten Donnerstag im Monat (Treffpunkt Fangenturm, kleine Spende erbeten) und die Museumswerft in der Salinenstraße – getragen vom Museumshafen Greifswald e.V., gegründet am 23. Februar 1991.
An den Schiffen hängen Tafeln mit Typ, Baujahr und Geschichte. Man kann einen Abend damit verbringen, den Ryck einmal hoch und runter zu gehen – und einige der Schiffe fahren noch und nehmen Gäste mit.
Häufige Fragen
Wie komme ich mit dem Boot zum Museumshafen Greifswald?
Von Wieck den Ryck hinauf. Nach rund 0,8 Kilometern liegt die Wiecker Klappbrücke, die nur zu festen Zeiten öffnet; danach sind es etwa fünf Kilometer bis in die Stadt, mit höchstens vier Knoten. Ohne Brückenöffnung geht es nicht.
Wie tief ist der Museumshafen Greifswald?
Vor der Fußgänger-Drehbrücke 2,2 bis 3,4 Meter. Am Nordufer 2,7 bis 4 Meter – dort muss allerdings der Kai vor dem Hafenamt frei bleiben. Am Südufer haben die Boxen 1,7 bis 2,8 Meter, und es gibt dort nur wenige Gastplätze.
Was kostet ein Liegeplatz im Museumshafen?
Ein Tagessatz ist nicht veröffentlicht, aber Strom und Wasser sind im Liegegeld enthalten. Kassiert wird abends zwischen 18 und 20 Uhr, im Sommer bis 21 Uhr; sonst zahlt man beim Hafenamt oder beim Brückenpersonal.
Wo finde ich in Greifswald einen Gastliegeplatz?
An beiden Ufern des Ryck, gekennzeichnet mit grünen Schildern. Größere Schiffe melden sich vorher an und bekommen einen Platz längsseits zugewiesen – am Nordufer vor dem Hafenamt oder am Südufer.

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