Der Wasserwanderrastplatz Glewitzer Fähre liegt an der Südküste Rügens, unmittelbar neben dem Anleger der Autofähre zwischen Glewitz und Stahlbrode auf der Festlandseite – hier ist die Halbinsel Zudar am nächsten am Festland. Der Fähranleger auf der Gegenseite gehört zum Hafen Stahlbrode, den es auf dieser Seite schon gibt.
Der Hafen
Betrieben wird die Anlage von der Stadt Garz/Rügen; ein Teil der Quellen im Netz führt sie unter dem Namen „Dehne Marina“ mit sehr ähnlichen Eckdaten – vermutlich der Name des Pächters vor Ort. Zweifelsfrei trennen ließ sich das nicht, die Telefonnummer des Hafenmeisters ist in beiden Fällen dieselbe.
Es gibt Boxenliegeplätze an Stegen, rund 50 insgesamt, bei einer Wassertiefe von zwei bis drei Metern. Strom und Wasser liegen am Steg, dazu Toiletten und Duschen.
Ansteuerung
Aus dem Hauptfahrwasser des Strelasunds führt der Weg ab der Tonne 20 unkompliziert zum Hafen – dieselbe Tonne, von der aus auch die Ansteuerung des Hafens Stahlbrode auf der Gegenseite beginnt. Die Tonnen GF1 und GF2 vor der Einfahrt sind unbefeuert; bei Nacht findet man sie nur mit einem mitgeführten Suchscheinwerfer. Ostseitig vor der Einfahrt steht Flachwasser.
Am Fähranleger
Direkt an der Fährmole gibt es einen Kiosk mit Getränken und Snacks, geöffnet im Rhythmus der Fähre. Für eine richtige Mahlzeit reicht das nicht – wer mehr will, ist auf einen der Nachbarorte angewiesen.
Die Halbinsel Zudar
Zudar ist mit rund 18 Quadratkilometern die südlichste Halbinsel Rügens: bewaldet, von Buchten gegliedert, ein Rückzugsgebiet für Brut- und Zugvögel. Ein Spaziergang zum Ort Zudar lohnt sich vor allem zur Abendstunde.
Im Ort steht die St.-Laurentius-Kirche, erstmals 1318 urkundlich erwähnt. Bis 1370 war sie Wallfahrtskirche wegen eines „wundertätigen“ Marienbilds – die Wallfahrten endeten 1372, als ein Pilgerschiff auf dem Weg dorthin unterging und die Pilger ertranken. Rund 150 Meter östlich der Kirche liegen die Reste einer slawischen Niederungsburg, heute als „Wallberg“ bekannt: eine Anlage von etwa 6.500 Quadratmetern, einst von einem bis zu fünf Meter hohen Wall umschlossen, nach Keramikfunden aus dem 11./12. Jahrhundert.
Zu Zudar gehört auch eine Sage: Irgendwo auf der Halbinsel soll das Grab des Piraten Klaus Störtebeker liegen – gefunden wurde es bis heute nicht, was der Geschichte nichts von ihrem Reiz nimmt.
Landeinwärts, laut Revierführer rund acht Kilometer nördlich, liegt Gut Rosengarten mit Hofladen und – in der warmen Jahreszeit – einem Café im Grünen: Eier und Geflügel aus eigener Zucht, Fleisch und Wurst, Käse, Brot, dazu Marmeladen und Honig aus eigener Herstellung. Rund sechs Kilometer entfernt liegt Palmer Ort, der südlichste Punkt Rügens, mit dem Natur-Erlebnispfad „Erkenne deine Welt“ durch einen kleinen Küstenschutzwald.
Häufige Fragen
Wo liegt der Wasserwanderrastplatz Glewitzer Fähre?
Direkt am Fähranleger der Autofähre Glewitz–Stahlbrode im Strelasund, auf der Halbinsel Zudar im Süden Rügens – der Fähre gegenüber liegt der Hafen Stahlbrode auf der Festlandseite.
Wie tief ist der Hafen an der Glewitzer Fähre?
Zwei bis drei Meter an den Boxenliegeplätzen. Bei der Einfahrt ist ostseitig Flachwasser zu beachten, und die Ansteuerungstonnen GF1 und GF2 sind unbefeuert – bei Nacht braucht man einen Suchscheinwerfer, um sie zu finden.
Gibt es am Hafen Verpflegung?
Nur einen Kiosk mit Getränken und Snacks direkt an der Fährmole, geöffnet im Rhythmus der Fähre. Für eine Mahlzeit muss man in einen der Nachbarorte.
Was gibt es auf der Halbinsel Zudar zu sehen?
Die St.-Laurentius-Kirche im Ort Zudar mit bewegter Wallfahrtsgeschichte, gleich daneben die Reste einer slawischen Niederungsburg, der „Wallberg“. Dazu die Sage vom Grab des Piraten Klaus Störtebeker, das bis heute nicht gefunden wurde, sowie Gut Rosengarten mit Hofladen und Café und der südlichste Punkt Rügens, Palmer Ort, mit dem Naturpfad „Erkenne deine Welt“.
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