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Logbuch eines Motorseglers

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Elektromotor im Segelboot: Oceanvolt-Hybrid für einen alten Motorsegler – lohnt sich das?

Sebastian Küpers
Sebastian Küpers 09.09.2025 · 11 Min. Lesezeit

Die Idee einen Elektromotor im Segelboot zu haben fasziniert mich schon lange. Darauf gekommen bin ich über die YouTuber von Sailing Uma, die vermutlich als einer der ersten nur rein mit einem Oceanvolt Motor große Törns bestritten haben. Gerade bei einem Motorsegler wie unsere Telsche ist der Gedanke so verlockend sich vorzustellen, dass man lautlos den Motor hinzuschalten kann, wenn die alte Dame mal wieder nur 3-4 Knoten bei leichtem Wind unter Segeln macht – ohne dabei auch nur einen Mucks zu hören oder zu riechen.

Doch ist das bei einem fast 50 Jahre laten Langkieler mit starrer Welle wirklich sinnvoll und was würde das bedeuten? Ich habe mich auf den Weg gemacht das herauszufinden und habe mir ein Angebot für unsere Telsche eingeholt und alle Zahlen rund um diese Frage mit einem Taschenrechner bewaffnet zusammengestellt.

Elektromotor Segelboot - raus mit dem alten Diesel?
Elektromotor Segelboot – raus mit dem alten Diesel?

Oceanvolt-Antrieb im Überblick

Oceanvolt ist einer der führenden Anbieter von elektrischen Antrieben im Segelbereich. Während viele ihrer Systeme auf moderne Yachten mit Saildrive zugeschnitten sind, gibt es auch Lösungen für klassische Boote mit Wellenantrieb.

Elektromotor im Segelboot - bei starrer Welle mit einem AXC von Oceanvolt
Elektromotor im Segelboot – bei starrer Welle mit einem AXC von Oceanvolt

Ein typisches Setup für einen älteren Motorsegler mit starrer Welle umfasst einen AXC12 Elektromotor. Dieser Motor liefert 12 Kilowatt Dauerleistung, ist wassergekühlt und wird direkt auf die vorhandene Welle montiert. Dazu gehört eine Batteriebank, bestehend aus zwei Lithium-Eisenphosphat-Batterien mit jeweils 25,6 Volt und 304 Amperestunden. In Serie verschaltet ergibt das ein 48-Volt-System mit insgesamt 15,6 Kilowattstunden Speicherkapazität.

Damit diese Reichweite in der Praxis nutzbar wird, ist ein DC-Generator vorgesehen. Ein Fischer Panda AGT-DC 6000 beispielsweise liefert 4,8 Kilowatt Dauerleistung ins 48-Volt-System und kann die Batterie während des Betriebs stabil halten oder nachladen. Ergänzt wird das System durch ein Victron MultiPlus-Ladegerät, das Landstrom in Batterieladung umsetzt und gleichzeitig das 230-Volt-Bordnetz versorgt, sowie durch einen Cerbo GX als zentrale Kommunikations- und Monitoring-Einheit. Ein DC-DC-Wandler stellt sicher, dass auch das 12-Volt-Bordnetz weiterhin zuverlässig läuft, sodass Verbraucher wie Pumpen, Navigationsgeräte oder Beleuchtung wie gewohnt betrieben werden können.

Hybrid Antrieb mit einem Fisher Panda Generator
Hybrid Antrieb mit einem Fisher Panda Generator

Als Ergänzung lassen sich Solarpaneele installieren. Realistisch sind 100 bis 300 Watt Leistung, die bei sommerlichen Bedingungen ausreichen, um die Grundlasten wie Autopilot oder Kühlschrank zu decken. Auf Telsche fahre ich hier ja mit den Flinsail sehr gut – Panele die man direkt im Mast hissen kann.

Damit entsteht ein Hybrid-Antriebssystem, bei dem sich Segel, Batterie und Generator gegenseitig ergänzen. Ein reines Batterie System macht – wie man gleich in den Zahlen wird – bei einem Motorsegler wie Telsche einfach keinen Sinn.

Besonderheiten bei Langkielern mit starrer Welle

Die meisten Erfahrungsberichte über Elektromotoren in Segelbooten drehen sich um moderne, leichte Yachten. Diese sind oft mit Saildrive ausgerüstet, haben schlanke Rümpfe und erreichen mit vergleichsweise wenig Energie sechs oder sieben Knoten Geschwindigkeit.

Ein Motorsegler mit Langkiel und Wellenantrieb ist ein ganz anderes Szenario. Das hohe Gewicht und die Verdrängerform sorgen für Stabilität und Sicherheit auf See, erfordern aber deutlich mehr Energie pro Knoten Fahrt. Die starre Welle ist weniger effizient als ein Saildrive, da sie mehr Reibung verursacht. Auch der Propeller eines klassischen Motorseglers ist auf Robustheit statt auf maximale Effizienz ausgelegt.

Antrieb mit Wind und Elektro - klingt verlockend
Antrieb mit Wind und Elektro – klingt verlockend

Die Konsequenz: Die Reichweiten und Leistungswerte unterscheiden sich erheblich von den moderneren Boote. Die Rechnung die ich in diesem Artikel aufstelle ist nicht vergleichbar für eine leichte und moderne Yacht, die mit dem Servoprop Oceanvolt System ausgestattet wird. Uns Langkielern bleibt da nur der AXC12, der speziell für Wellenanlagen entwickelt wurde und sich daher auch für ältere Boote eignet.

Wie weit kommt ein Langkieler mit Elektromotor?

Die Batteriekapazität von 15,6 Kilowattstunden klingt zunächst groß. Doch realistisch nutzt man nur etwa 80 Prozent, also rund 12,5 Kilowattstunden, um die Lebensdauer der Batterien zu schonen. Bei einem schweren Verdränger steigen die Leistungsanforderungen schnell mit der Geschwindigkeit, da der Widerstand ungefähr mit der dritten Potenz der Fahrt zunimmt.

Tabelle 1: Reichweite Batterie-only (Langkieler, 80 % nutzbar)

SpeedLeistungFahrzeitReichweite
3 kn~1,6 kW~8 h~24 sm
4 kn~3,7 kW~3,3 h~13 sm
5 kn~7,3 kW~1,7 h~8 sm
6 kn~12,6 kW~1,0 h~6 sm

Diese Werte zeigen deutlich: Für Hafenmanöver, kurze Fahrten oder leises Gleiten bei drei bis vier Knoten ist die Batterie ausreichend. Für längere Strecken ist sie ohne Generator aber nicht ausgelegt.

Ich gehe davon aus, dass jeder Segler mal mindest die Sicherheit haben möchte unter 5 Knoten fahrt locker zwischen 50 und 100 Seemeilen schaffen zu wollen. Das geht – aber nur mit einem Hybrid System!

Der Generator als Reichweiten-Booster

Erst der Generator macht den Hybrid Antrieb im Motorsegler wirklich langstreckentauglich. Er liefert kontinuierlich Strom, sodass die Batterie nicht entladen wird.

Tabelle 2: 100 sm Etappen mit Generator

SpeedGeneratorDiesel100 smBemerkung
4,0 kn4,8 kW~28 L / 100 sm25 hBatterie neutral
4,5 kn6,4 kW~35 L / 100 sm22 hBatterie neutral
5,0 kn8,0 kW~42 L / 100 sm20 hBatterie neutral

Ein 200-Liter-Dieseltank wie ich ihn auf Telsche habe reicht damit für mehrere hundert Seemeilen. Im Gegensatz zum klassischen Diesel läuft der Generator dabei aber deutlich leiser und gleichmäßiger, da er im optimalen Lastbereich arbeitet und einfach nur die Batterien lädt.

Hybrid Setup mit Generator und Solar Support
Hybrid Setup mit Generator und Solar Support

Ein weiterer Vorteil: mit dem Generator sind auch am Ankerplatz die Batterien innerhalb von 2-3 Stunden wieder voll geladen. Das geht schneller als unter Landstrom!

Motorsegeln mit Elektromotor

Die eigentliche Stärke des Oceanvolt-Systems zeigt sich beim Motorsegeln. Ich denke weniger an die Flaute, sondern viel mehr an die häufigen Situationen wo man unter Motor entweder mehr höhe Laufen will oder bei wenig Wind sich einen entsprechenden Boost verschaffen möchte.

Angenommen, die Segel bringen den Motorsegler auf 4,5 Knoten, also rund 5,3 Kilowatt Vortrieb. Um die Geschwindigkeit auf sechs Knoten zu erhöhen, braucht das Boot insgesamt 12,6 Kilowatt. Der Elektromotor muss also lediglich die Differenz von 7,3 Kilowatt beisteuern.

Es gibt Elektromotoren für Langkieler mit starrer Welle
Es gibt Elektromotoren für Langkieler mit starrer Welle

Ohne Generator reicht die Batterie dafür rund zehn Seemeilen. Mit einem Generator, der 4,8 Kilowatt leistet, sinkt der Netto-Batteriebedarf auf 2,5 Kilowatt, sodass etwa 30 Seemeilen möglich sind. Ein 6,4-Kilowatt-Generator kann diesen Boost sogar dauerhaft ermöglichen – praktisch endlos, solange der Wind genug liefert, um 4,5 Knoten unter Segeln zu erreichen und genug Diesel im Tank ist. Das Resultat: konstante Geschwindigkeit ohne Dieselbrummen.

Was man hier auf lange Distanz schaffen möchte bestimmt am stärksten welche Generator Größe man sich anschaffen möchte.

Hydrogeneration im Langkieler

Eine besondere Funktion der Oceanvolt-Systeme ist die Hydrogeneration. Dabei arbeitet der Motor beim Segeln als Generator und lädt die Batterien durch den drehenden Propeller.

Tabelle 3: Rekuperationsleistung (AXC12, Wellenantrieb)

GeschwindigkeitReku-LeistungNutzen
6 kn200–400 WAutopilot gedeckt
7 kn400–700 WAutopilot + Kühlschrank
8 kn700–1000 WNetto-Ladung möglich
9–10 kn1100–2000 WSpürbare Rückladung

Das bedeutet: Auf langen Starkwindschlägen oder bei Strömung können Batterien nicht nur geschont, sondern aktiv geladen werden. In Kombination mit Solar entsteht so ein System, das sich bei idealen Bedingungen sogar selbst versorgt.

Die unangenehme Wahrheit ist hier nur für uns Motorsegler um die 30 Fuss: viel schneller als knapp 7 Knoten wird es in der Regel nicht unter optimalen Bedingungen. Das heisst die Hydrogeneration ist ein „Nice-To-Have“ – aber nicht wirklich ein „Game Changer“, wie das auf einem schnellen Katamaran der Fall sein könnte.

Solar im Motorsegler

Solarpaneele liefern vergleichsweise wenig Leistung, sind aber im Bordalltag entscheidend. Schon 100 Watt auf dem Bimini oder dem Achterdeck können 0,5 bis 0,7 Kilowattstunden am Tag erzeugen. Das reicht, um den Autopiloten mehrere Stunden zu betreiben oder einen Kühlschrank über 24 Stunden.

Tabelle 4: Beitrag eines 100-W-Solarmoduls

TagesertragTypische Nutzung
0,5–0,7 kWhKühlschrank für 24 h oder Autopilot für 3–4 h

Solar ersetzt keinen Generator, sorgt aber dafür, dass im Hafen oder vor Anker der Diesel ausbleibt. Es verlängert die Autarkie und schont die Batterie und wenn man schon alles auf Elektro Antrieb, würde ich auch weiter in Solarpanele investieren und vermutlich meine aktuellen 200 Watt noch mal versuchen auf 400 Watt durch weitere Panele auf dem Dach zu erweitern.

Solarpanels mache nach wie vor Sinn für den Hausverbrauch
Solarpanels mache nach wie vor Sinn für den Hausverbrauch

Laden im Hafen

Ein weiterer Aspekt ist die Ladegeschwindigkeit. Am Landstrom hängt diese stark von der gewählten Ladeelektronik ab und davon was man im dem Hafen wirklich bekommt. Erfahrungsgemäß ist das enorm unterschiedlich und viele Häfen drosseln mittlerweile stark die Leistung, um Stromfressern den Gar auszumachen.

Tabelle 5: Ladezeiten für 15,6 kWh Batterie

LadequelleLadeleistung0–100 %20–80 %
MultiPlus-II 48/3000 (35 A)~1,7 kW8–10 h5–6 h
MultiPlus-II 48/5000 (70 A)~3,5 kW4–5 h3–4 h
DC-Generator 4,8 kW~4,8 kW3 h2 h

Für den Alltag bedeutet vermutlich trotzdem: Im Hafen reicht eine Nacht am Landstrom, unterwegs sorgt der Generator für schnelle Ladezyklen.

Laden mit Landstrom kann dauern
Laden mit Landstrom kann dauern

Vergleich: Diesel vs. Hybrid im Motorsegler

Zum Vergleich: Mein vorhandene 50-PS-Diesel verbraucht bei fünf Knoten etwa zwei bis 2,5 Liter pro Stunde. Mit einem 200-Liter-Tank ergibt das eine Reichweite von 400 bis 500 Seemeilen.

Tabelle 6: Diesel vs. Oceanvolt-Hybrid im Langkieler

AntriebSpeedVerbrauch / hReichweite mit 200 L
Diesel direkt5,0 kn2,0–2,5 l/h~400–500 sm
Hybrid (Gen 4,8)4,0 kn~1,1 l/h~700 sm
Hybrid (Gen 6,4)4,5 kn~1,5 l/h~560 sm
Hybrid (Gen 8,0)5,0 kn~2,1 l/h~470 sm

Interessanterweise zeigt sich hier ein Vorteil: Bei vier Knoten Hybridfahrt ist die Reichweite pro Liter Diesel sogar höher als beim klassischen Motorbetrieb.

Preis – Oceanvolt-Antrieb im Langkieler

Jetzt kommen wir leider zu den schlechten Nachrichten. Die Kosten sind erheblich. Das Oceanvolt-System mit Motor, Batterien und Steuerung kostet rund 29.700 Euro. Das steht zumindest in meinem Kostenvoranschlag für Telsche.

Ein Generator schlägt mit 12.000 bis 18.000 Euro zu Buche. Hinzu kommen Einbau, Anpassungen, Verkabelung und Zubehör – mehrere tausend Euro zusätzlich. In Summe liegt die Investition realistisch bei 50.000 bis 60.000 Euro.

Fazit: Lohnt sich das für alte Motorsegler?

Rein wirtschaftlich lässt sich die Investition kaum rechtfertigen. Die Umrüstung kostet mehr als viele ältere Motorsegler am Markt wert sind. Wer nur nach Kosten-Nutzen-Rechnung urteilt, wird kaum einen Grund finden, den Schritt zu gehen.

Doch das Erlebnis verändert sich fundamental. Motorsegeln wird leise, konstant und entspannter. Der Skipper hat drei unabhängige Energiequellen – Segel, Batterie und Generator – und gewinnt so an Sicherheit. Solar und Hydrogeneration ergänzen das System und machen es zukunftssicher.

Elektromotor und Segeln - eine super aber teure Kombo
Elektromotor und Segeln – eine super aber teure Kombo

Für Segler, die ihr Boot nicht nur als Fortbewegungsmittel sehen, sondern als Raum für Ruhe, Nachhaltigkeit und Komfort, wäre die Umrüstung ein Schritt in eine neue Ära. Dafür braucht man allerdings sehr tiefe Taschen und muss irgendwie so verrückt sein noch so viel Geld in einen alten Langkieler investieren zu wollen.

Häufige Fragen

Kann man einen alten Motorsegler mit starrer Welle auf Elektromotor umrüsten?

Ja, auch ein klassischer Motorsegler mit Langkiel und starrer Welle kann auf einen Elektromotor umgerüstet werden. Im Unterschied zu modernen Yachten mit Saildrive ist dafür ein spezielles System nötig, wie der Oceanvolt AXC12, der für Wellenantriebe ausgelegt ist. Die Effizienz ist durch höhere Reibung etwas geringer, dafür lässt sich die bestehende Wellenanlage meist gut weiterverwenden.

Welche Reichweite hat ein Elektromotor im Langkieler?

Die Reichweite ist bei schweren Verdrängern wie Motorseglern deutlich geringer als bei leichten Fahrtenyachten. Mit einer 15,6 kWh Batterie sind in einem Motorsegler mit starrem Wellenantrieb etwa 24 Seemeilen bei 3 Knoten, 13 Seemeilen bei 4 Knoten und nur 6 Seemeilen bei 6 Knoten realistisch. Mit einem Generator im Hybridbetrieb lassen sich dagegen problemlos 100 Seemeilen und mehr am Stück fahren.

Wie hoch sind die Kosten für eine Oceanvolt-Umrüstung im Motorsegler?

Für einen Langkieler oder Motorsegler mit Welle liegen die Kosten für ein Oceanvolt-System inklusive Batterien bei rund 30.000 Euro. Hinzu kommt ein Generator, der für Reichweite sorgt, mit weiteren 12.000–18.000 Euro. Zusammen mit Einbau und Anpassungen muss man mit 42.000–47.000 Euro rechnen. Damit übersteigt die Investition oft den Marktwert des Bootes – entscheidend ist also nicht die Wirtschaftlichkeit, sondern das Segelerlebnis.

Was bringt ein Hybridantrieb im Motorsegler mit Langkiel wirklich?

Ein Hybridantrieb in einem Motorsegler erlaubt Motorsegeln ohne Dieselbrummen. Die Segel bringen den schweren Langkieler auf 4–5 Knoten, der Elektromotor hebt sanft auf 6 Knoten. Mit Generator lässt sich dieser Boost fast unbegrenzt halten. So fährt der Motorsegler leise, konstant und effizienter, als es mit dem alten Verbrenner möglich wäre.

Wie unterscheidet sich der Oceanvolt-Wellenantrieb von einem Saildrive?

Der Saildrive wird vor allem in modernen Yachten verbaut und ist sehr effizient. Ein Wellenantrieb wie beim Langkieler hat dagegen mehr Reibungsverluste, ist aber robuster und traditionell verbaut. Oceanvolt bietet mit dem AXC12 eine Lösung speziell für Boote mit Welle, sodass auch klassische Motorsegler elektrifiziert werden können – die Reichweitenangaben sind hier jedoch nicht mit modernen Yachten vergleichbar.

Kann ein Motorsegler mit starrer Welle beim Segeln Strom zurückgewinnen?

Ja, auch im Langkieler funktioniert Hydrogeneration. Ab etwa 6 Knoten Fahrt erzeugt der Propeller beim Mitschleppen 200–400 Watt. Bei 7 Knoten sind es bis zu 700 Watt, und ab 8 Knoten können sogar 1 Kilowatt oder mehr zurückgewonnen werden. Für Motorsegler bedeutet das: Bei Starkwind-Etappen können Autopilot und Kühlschrank komplett über die Hydrogeneration laufen.

Welche Rolle spielt Solar in einem Motorsegler mit Elektromotor?

Da Motorsegler oft mehr Platz für Solarmodule bieten als kleine Yachten, lohnt sich eine Installation besonders. 200–300 Watt Solar liefern im Sommer genug Energie, um Haus-Lasten wie Autopilot und Kühlschrank abzudecken. Damit bleibt der Generator in vielen Situationen aus, und die Batterien werden geschont – ein wichtiger Komfortgewinn für längere Ostsee- oder Küstentörns.

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