Die Citymarina ist der Hafen, den alle kennen. Wenige hundert Meter weiter, im Nordosten der Altstadt, gibt es aber noch etwas anderes: die Hafenkanäle. Querkanal und Langenkanal ziehen sich zwischen die Speicher, und wer dort liegt, liegt so mitten in der Stadt, wie es in Stralsund überhaupt geht.
Ansteuerung
Die Anfahrt läuft über das gut betonnte und befeuerte Strelasund-Fahrwasser. Bei Tonne 56 biegt man mit einem Kurs von etwa 240° in Richtung Querkanal ab. Südlich der Kanäle liegt die Ziegelgrabenbrücke mit eigenen, festen Öffnungszeiten – dazu mehr bei der Citymarina.
Was hier geht – und was nicht
Der größte Teil der Kanalliegeplätze sind Dauerliegeplätze: 40 für Motorboote und Fischereifahrzeuge, 23 für Segelboote. Die vergibt das Hafenamt auf schriftlichen Antrag mit Länge, Breite und Tiefgang. Für Gäste bleiben zehn Liegeplätze an der Steinernen Fischbrücke, mit einer Wassertiefe von bis zu 1,70 Metern. Das Hafenamt empfiehlt, vorher anzurufen – bei zehn Plätzen versteht sich das von selbst.
Die Saison läuft von Anfang April bis Ende Oktober. Winterliegen ist nicht erlaubt, der Hafen wird jedes Jahr geräumt.
Die Zahl, an der alles hängt
Wer weiter in die Kanäle hinein will, stößt auf eine harte Grenze. Die Durchfahrtshöhen bei normalem Wasserstand von 5,0 Metern:
- Querkanalbrücke: 1,10 m
- Langenkanalbrücke: 1,10 m
- Badenbrücke: 1,75 m
Das klingt nach einer starren Grenze, ist aber genauer: Beide Brücken sind bewegliche Konstruktionen – die Querkanalbrücke etwa eine denkmalgeschützte Klappbrücke von 1930/32 – und öffnen in der Saison (1. April bis 31. Oktober) werktags viermal täglich (8:00, 12:00, 16:30, 19:45 Uhr), freitags und sonntags mit weiteren Terminen. Wer die Öffnung abpasst, kommt technisch auch mit Mast durch. Praktisch ändert das für Gäste trotzdem wenig: Die Liegeplätze hinter den Brücken sind Dauerliegeplätze der Segelvereine, kein Ziel für einen Zwischenstopp. Wer mit Mast kommt, bleibt an der Steinernen Fischbrücke oder geht in die Citymarina. Steigt der Wasserstand, wird auch die Durchfahrt bei offener Brücke entsprechend enger.
Wann sich das lohnt
Für kleine, niedrige Boote ist es die schönste Adresse der Stadt – man liegt zwischen historischen Speichern statt an einem Schwimmsteg. Für alle anderen ist die Existenz dieser Plätze vor allem eine nützliche Information für den Notfall: Wenn die Citymarina voll ist und der Dänholm zu weit weg erscheint, lohnt der Anruf beim Hafenamt.
Häufige Fragen
Kann ich mit einer Segelyacht in die Stralsunder Hafenkanäle?
In die Kanäle hinter den Brücken nicht: Querkanal- und Langenkanalbrücke lassen bei normalem Wasserstand nur 1,10 Meter Durchfahrtshöhe, die Badenbrücke 1,75 Meter. Für Gäste gibt es zehn Liegeplätze an der Steinernen Fischbrücke davor.
Wie viele Gastliegeplätze gibt es in den Hafenkanälen?
Zehn, an der Steinernen Fischbrücke. Der Rest sind Dauerliegeplätze – 40 für Motorboote und Fischereifahrzeuge, 23 für Segelboote. Das Hafenamt empfiehlt telefonische Voranmeldung: 03831 253630.
Kann ich in Stralsund im Hafenkanal überwintern?
Nein. Die Saison läuft von Anfang April bis Ende Oktober, Winterliegen ist in den Hafenkanälen nicht erlaubt.

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